Endlich, die Scherengarnele gefangen!

Lange hat es gedauert aber endlich habe ich es geschafft die gebänderte Scherengarnele (aka das Biest) zu fangen. Das Monster war viel zu groß für mein kleines Nanoriff. Es ist mir unverständlich wie einige Händler auf ihren Internetseiten diese Tiere als friedlich und ab 50 L geeignet bezeichnen können.

Bei mir war sie jedenfalls extrem räuberrisch und hat in ihren paar Monaten die sie dasnaoriff bewohnet, mir nicht nur eine Boxerkrabbe sondern auch meine Lysmata kuekenthali gefressen. Oft konnte ich die Scherengarnele beim Jagen beobachten, auch meine Grundeln wurden attackiert, diese waren aber zu schnell und hatten die einzige sichere Höhle besetzt. Dabei handelte es sich in keiner Weise um Scheinattacken, da sie immer ihrer vermeintlichen Beute nach setzte und manchmal eine regelrechte Jagd um das Riff anfing. Zu mindestens die Lysmata kuekenthali entkam ihr eigentlich immer recht zuverlässig, sie wurde wohl nachts überrascht.

Das Fangen einer Scherengarnele ist schwierig, dagegen war das Fangen der gelben Korallengrundel ein Spaziergang an einem schönen Frühsommertag. Sämtliche Köder versuche sind leider fehlgeschlagen, wahrscheinlich, weil das Biest einfach zu groß war und mit seinen sehr langen Antennen nicht in das Netz konnte, ohne in allen Richtungen anzustoßen.

Endlich die Scherengarnele ist gefangen. Leider hat sie eine Schere abgeworfen aber die wächst nach.

Schlussendlich hatte ich nach etlichen gescheiterten Fangversuchen keine andere Wahl das das Riff teilweise abzubauen (kurzzeitige Zwischenlagerung im Eimer) und ihr so die Versteckmöglichkeiten zu nehmen. Nach diesem Teil-ausräumen dauert es auch nur 5 Minuten bis sie im Netz war. Leider hatte sie eine der Scheren abgeworfen aber diese sollte bei der nächsten Häutung wieder nachwachsen. Der Fang der Scherengarnele hat leider meine Seriatopora Hysterix die gerade sehr stark gewachsen war, ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Etliche Spitzen wurden beschädigt und sind dann abgefallen. Es handelt sich zwar meist nur um 1-2 cm Stücke aber es ist trotzdem sehr ärgerlich, da die Koralle gerade dabei war wieder mehr und bessere Farben auszubilden. Ich hoffe das sie sich schnell erholt und keine bleibenden Schäden davongetragen hat.

Die Scherengarnele hat mittlerweile ein neues Zuhause gefunden in einem 200L Becken und ich hoffe das sie dort zufrieden und friedlich weiterlebt. Für Nanoriffe ist die gebänderte Scherengarnele ein „no go“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst diese HTML-Tags und -Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>