Futter los! Grässlin Rondomatic 400 im Praxistest

Der Grässlin Rondomatic 400 ist ein Futterautomat, welcher 28 Futterschalen besitzt. In jede dieser Futterschalen lassen sich beliebige Mengen (maximal bis die Schale voll ist, aber das ist viel mehr als in einem Nanobecken je gebraucht wird) einfüllen. Der Rondomatic ist damit einer der wenigen Automaten bei denen Futtermenge und Futterart für jede Fütterung individuell festgelegt werden kann.

Die Futterschalen sind leicht mittels eines mitgelieferten Trichters sauber zu befüllen und ermöglichen eine abwechslungsreiche Fütterung. Die Portionen können jeweils beliebig gewählt werden und dass hilft sehr, will man z.B. morgens oder abends unterschiedlich viel füttern. Überhaupt ist so erst eine nanoriff-gebräuchliche Futtermenge dosierbar ohne das Risiko einer Überfütterung und damit einhergehenden NO3-Anstiegs einzugehen. Jedoch ist hier anzumerken, dass ich in meinen Praxistest feststellen musste das doch immer einige Körnchen in den Futterschalen bleiben, wahrscheinlich durch Feuchtigkeit die das Futter trotz der Abdeckung der Futterschalen aufnimmt. Somit ist die tatsächlich gefütterte Menge doch weniger als die beabsichtigte. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn nur wenige Fische wie in meinem Nanoriff gepflegt werden und jede Fütterung nur aus 10-15 Körnern besteht. Aus diesem Grund habe ich den Futterautomaten auch nicht mit Flockenfutter getestet, da dieses noch viel anfälliger auf Feuchtigkeit ist und wahrscheinlich noch viel mehr an den Futterschalen haften würde.

Ansicht des Rondomatic 400 von Grässlin. Die weißen Futterschalen links der cyanfarbenen Linie sind bereits geleerte Futterschalen, die rechten Schalen sind noch gefüllt. Es lässt sich gut erkennen das ab und an eine Schale nur teilweise geleert wird. Trotz der Abdeckung (siehe Titelbild) gelangt leider doch etwas Feuchtigkeit in die Schalen und so haftet das Granulat manchmal an der Schale.
Die Zeitschaltuhr in der Mitte ist auf ca 15 min genau einstellbar. Die Weißen Plastikpins stellen die Futterzeiten ein. Es sind 5 Pins dabei.
Im rechten Bild ist eine Detailansicht zu sehen, so lässt sich die haftende Futtermenge und Häufigkeit des Auftretens von nicht ganz entleerten Futterschalen besser beurteilen. Für meine Zwecke ist der Rondomatic vollkommen ausreichend.

Die Fütterungszeit wird mittels kleiner Plastikpins eingestellt, dabei ist man auf ca 15 min genau, dies sollte also auch der absolut kleinste Abstand 2 aufeinanderfolgender Fütterungen sein. Es ist also nicht möglich die gefräßigen Fische zu füttern und 5 minuten später die Langsamfresser. Nein diese müssten sich dann ca. 15 min gedulden und hoffen das die Schnellfresser dann noch immer satt sind.
Durch die Plastikpins können auch maximal 5 Futterzeiten pro Tag eingestellt werden, das gibt ein minimal 288 minütiges Fütterungsintervall. Möchte man also Tiere wie z.B. Seepferdchen pflegen, die eine Fütterung alle 2-3 Stunden benötigen dann ist der Rondomatic 400 dafür nicht geeignet, ausser die benötigten zusätzlichen Plastikpins werden hinzugekauft (ich weis leider nicht ob man diese einzeln kaufen kann).

Leider ist der Rondomatic 400 durch die Futterschalen auf maximal 28 Fütterungen beschränkt. Das bedeutet bei maximal 1 Fütterung pro Tag kann mit einem Automaten maximal ein 4 wöchiger Urlaub realisiert werden. Soll mehrmals am Tag gefüttert werden so müssten mehrere Rondomatic verwendet werden und jeder jeweils eine Fütterung zu einer Uhrzeit pro Tag ausgeben, allerdings ist das bei Nanobecken aufgrund der Größe des Geräte nicht anzuraten. Alternativ kann bei bis zu 2 wöchigen Urlauben zweimal am Tag gefüttert werden, was den meisten Tieren vollkommen ausreichen sollte.

Die Größe ist auch gleich ein weiterer Nachteil des Rondomatic 400. Bei meinem Dennerle 60L Cube wirkt er doch sehr groß und schattet bei einer flächigen Lampe einen nicht zu unterschätzenden Bereich an der Seite des Beckens ab. Hier muss also die Anbringung des Futterautomaten unter Berücksichtigung der Korallenstandorte erfolgen. Schließlich wollen wir nicht einer empfindlichen Acropora oder anderen SPS plötzlich einen Großteil des Lichtes nehmen. Wer den Grässlin Rondomatic nur für die Urlaubsfütterung einsetzen möchte den wird zumindestens die Optik des recht großen Automaten nicht stören. Für den Dauereinsatz scheint er mir jedoch eher nicht Nanoriff tauglich. Allerdings muss ich zugeben das ich ihn meistens im Dauereinsatz habe, gerade in Zeiten in denen viel los ist und zeitlich kaum regelmäßiges Füttern möglich wäre, ist er eine super Hilfe.

Als Fazit kann ich sagen, der Grässlin Rondomatic 400 ist ein zuverlässiger Futterautomat, der Nanoriff taugliche Portionen von Granulat verfüttern kann. Wer mit max. 28 Fütterungen durch den Urlaub kommt, dem kann ich den Rondomatic nur empfehlen. Für Spezialaufgaben wie Seepferdchen oder jung Fisch Aufzucht mögen die maximal 5 Fütterungen pro Tag ein Problem darstellen, doch habe ich hierzu keine praktischen Erfahrungen. Die Möglichkeit genaue Portionen für jede Fütterung vorzugeben ist einfach super und genau das macht den Rondomatic so wertvoll für die Nanoaquaristik.

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