Tectus oder Trochus Schnecken.

Die Tectus- oder Trochus Schnecken sollten eigentlich auch Turboschnecken heißen, können sie doch mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit ihre Position wechseln. Auch die Algenbeseitigung führen sie extrem zügig durch.

Die von mir gepflegten drei Schnecken konnte ich noch nicht genau bestimmen doch sehen sie am ehesten nach Trochus sp  aus. Sie ernähren sich von Algen aller Art, auch die Bryopsis, welche in der Einfahrphase stark wucherten wurden schließlich von ihnen vertilgt. Jedoch machten sie sich vorher über die Derbesia Fadenalgen her, diese scheinen sie genauso wie die Einsiedlerkrebse zu bevorzugen.

Es war immer wieder schön die Schnecken beim Fressen an der Scheibe zu beobachten, wie sie unablässig eine Alge  nach der anderen abweideten. Die Schnecke streckt dabei ihren Kopf teilweise erheblich weit um möglichst viele Algen zu erreichen ohne sich zu bewegen. Auch war es für mich sehr überraschend wie weit sich die Schnecken strecken können, so überbrückten sie mehrere Zentimeter zwischen der Aquarienscheibe und dem Riffgestein ohne große Mühe.

Sehr schön lässt sich auch ihre Fortbewegung an der Scheibe studieren, wie durch ihren Fuß wellenartige Bewegungen laufen die sie voran bringen. In dem kurzen Videoclip könnt ihr das gut sehen.

 

In einem 60L Nanoriff würde ich drei Schnecken empfehlen, diese sollten ausreichen um die Algen dauerhaft klein zu halten ohne das man zufüttern muss. Zwar könnten mehr Schnecke die Algenphase während des Einfahrens des Beckens schneller beenden doch würden das wahrscheinlich zu Nahrungsengpässen führen wenn sich die Beckenökologie erst mal eingestellt hat und Algen nicht mehr wild wuchern.

Die Schnecken sind ansonsten bisher sehr friedlich und lassen die Korallen in ruhe. Einzig unbefestigte Korallen können auch mal durch die ausladenden Gehäuse von ihrem Platz verschoben werden aber dies passiert doch eher selten.  Meine Schnecken werden auch nicht von den kleinen Einsiedlern behelligt und leben in friedlicher Koexistenz. Bei größeren Einsiedlerkrebsen die mehr als 3 cm erreichen könnte dies vielleicht anders aussehen.

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